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Myanmar: Amnesty International dokumentiert Gräueltaten gegen Rohingya

18. Oktober 2017 05:50
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft Myanmar vor, Rohingya-Flüchtlinge systematisch getötet zu haben. Das geht aus einem Bericht der Organisation hervor, der unter anderem auf Interviews mit mehr als 120 geflohenen Rohingya-Muslimen basiert. Der Bericht dokumentiere "detailliert eine Vielzahl von Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Tötungen, Deportationen, Vertreibungen, Folter, Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt", sagte Anika Becher von Amnesty International. Demnach sollen Soldaten des Landes beispielsweise Frauen und Mädchen missbraucht, Dörfer umstellt, auf fliehende Menschen geschossen und Gebäude in Brand gesetzt haben.

Neben Interviews mit Flüchtlingen stützt sich die Organisation auch auf 30 Interviews mit medizinischem Personal, Mitarbeitern von Hilfsorganisationen, Journalisten und Vertretern der Behörden in Bangladesch – das Land, in das viele Rohingya geflohen sind. Ihre Aussagen seien durch die Analyse von S...

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Kommentare - 1
Boris Kerzenmacher

18. Oktober 2017 10:24

Für die Gesamtbeurteilung werden wesentliche Faktoren gern ausgeblendet, auch von Amnesty International (AI). Die Rohingya sind eben nicht nur eine angeblich "unterdrückte Ethnie", sondern auch eine religiöse Gruppe, die sich nie wirklich in die buddhistische Mehrheitsgesellschaft integriert hat, die wiederholt versucht hat, in ihren Siedlungsgebieten einen eigenen islamischen Staat zu schaffen. Die durch illegale Zuwanderung zahlenmässig gewachsen ist und die erst durch islamistische Aktivisten überhaupt zur "Ethnie" erklärt wurde, um die politischen Ziele dieser Aktivisten leichter umsetzen zu können. Die aktuelle Eskalation hat ihre Wurzeln in diesen Separations- und Abgrenzungsbestrebungen von Teilen der Muslime der Region. Nur wenn man das angeht, wird sich der Konflikt lösen lassen. Hierzu gibt es bereits Verhandlungen zwischen Myanmar und Bangladesh, auch über eine Rückkehr jener Rohingya, die sich von den islamischen Aktivisten nicht vertreten fühlen.