«Züri-Metzgete» ohne Wädli

21. November 2013 21:42

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«Züri-Metzgete» ohne Wädli

Die Züri-Metzgete, als Parade der strammen Wädli einstiger Höhepunkt im hiesigen Radkalender, hat an Strahlkraft verloren. Nun steht, mitten in der Saison der deftigen Schlachtplatten, ein möglicher Erbe des Namens in den Startlöchern: Das über die Landesgrenzen hinaus für seine vegetarische Küche bekannte Haus Hiltl bezeichnet seinen Feinkostladen, den es am Donnerstag hinter seinem Hauptsitz in Zürichs Innenstadt eröffnet hat, als landesweit erste «Vegi-Metzg». Passende Assoziationen weckt die Theke aus Porzellankacheln, die stilecht alten Metzgereien nachempfunden ist, aber auch die Auslage: Man findet das "Cordon bleu", gefüllt mit Seitan, Räucher-Tofu und Appenzeller (Fr. 8.50 pro Stück), das verblüffende Hiltl-"Tatar", das "Zürcher Geschnetzelte" (dessen Kilopreis von 65 Franken noch überdacht werden könnte) und einiges mehr, was Restaurantgäste des Hauses kennen und nun auf den eigenen Herd stellen können.

Über das Kokettieren der fleischlosen Küche mit fleischhaltigen Klassikern mag man denken, was man will: Es ist erstaunlich, wie der prosperierende Familienbetrieb in den letzten Jahren dazu beigetragen hat, vegetarische Kost vom Birkenstock-Mief zu befreien. Nun macht das laut «Guinness-Buch der Re...

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