Auf Tigermückenjagd in der Schweiz

20. November 2013 10:43

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Auf Tigermückenjagd in der Schweiz

Zielstrebig stapft Tobias Suter auf einen Pfosten am Ende der Pferdeweide zu. Er bückt sich und hebt einen kleinen, schwarzen Plasticbecher auf, der mit Wasser gefüllt ist. Ein zwanzig Zentimeter langes Holzstück ragt daraus hervor. Es ist voller dunkler Punkte: «Alles Mückeneier. Wahrscheinlich Aedes geniculatus», sagt der junge Forscher nach einem prüfenden Blick. Diesmal stammen die Eier nicht von Aedes albopictus, der invasiven Asiatischen Tigermücke, die mit der einfachen, aber äusserst wirksamen Falle nachgewiesen werden soll, sondern von einer heimischen Spezies. Die Mücken halten den dunklen Becher für einen idealen Brutplatz und legen ihre Eier auf das darin liegende Holzstäbchen ab. Die endgültige Artbestimmung erfolgt später im Labor.

Wir befinden uns am Rand eines kleinen Waldstücks in der Nähe von Mendrisio, im Tessin. Suter, der die hier ausgelegten Fallen kontrolliert, ist Biologe und doktoriert am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH) in Basel. Während der Feldsaison, die noch bis Ende November dauer...

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