«Parallelaktion» zwischen Literatur und Comic

29. November 2013 04:30

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«Parallelaktion» zwischen Literatur und Comic

«Der Mann ohne Eigenschaften» gehört in die Kategorie jener kanonisierten Wälzer, die alle kennen, aber nur wenige gelesen haben. Diesem Umstand schafft Nicolas Mahler keine Abhilfe. Im Gegensatz zu den meisten Literatur-Adaptionen im Geiste der «Illustrierten Klassiker» aus den sechziger Jahren, die derzeit Konjunktur haben, ist Mahlers Version keine Zusammenfassung für Lesefaule, kein «niederschwelliges» Heranführen an die Weltliteratur, sondern eine respektlos reduzierte und höchst eigenwillige Interpretation.

Aus Musils 1000 sprachgewaltigen Seiten destillierte Mahler gerade einmal 150 Comic-Seiten, die erst noch über weite Strecken wortlos sind. Konsequent kappte und verdichtete er Handlungsstränge und entliess überzähliges Personal bzw. führte er jeweils mehrere Figuren in einer einzigen zusammen. Das ...

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