Das Meer, die Glühbirnen und der Hund

28. November 2013 07:43

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Das Meer, die Glühbirnen und der Hund

Am Anfang steht eine der spektakulärsten Eröffnungsszenen, die man seit langem gesehen hat: Sanfter Wellengang an einem menschenleeren Strand, der Himmel ist leicht bedeckt, Möwen spazieren auf dem hellen Sand, die Kamera macht einen kleinen Schwenk nach rechts, ins Bild rückt ein dunkler Klotz, der einen Moment lang an einen Bunker gemahnt. Die Kamera nähert sich nun gemächlich dem grauschwarzen Unding. Gleichzeitig fährt sie mit einem Travelling im Schneckentempo diesem Etwas entlang, das immer mehr das Bild ausfüllt und spätestens jetzt als weit ins Meer hinaus gebaute Sperranlage identifizierbar ist. Es sind eng aneinander stehende metallene Pfähle, die sich landeinwärts fortsetzen, die Kamera bleibt Sekunden später auf zwei an den Pfählen angebrachten Zetteln haften, die auf spanisch und englisch vor gefährlichen Objekten warnen, die sich unter der Wasseroberfläche befinden. Das dunkle Ungetüm entpuppt sich als Grenzbefestigung zwischen Mexiko und den USA, am Pazifikstrand zwischen Tijuana und San Diego.

In diesem Moment rückt durch die sich weiter in Zeitlupe bewegende Kamera vom unteren Bildrand her der Kopf und dann der restliche Körper einer jungen Frau mit einem kleinen Jungen auf dem Arm ins Blickfeld. Die Frau geht auf die Pfähle zu, und anhand der Grössenverhältnisse ist erkennbar, dass dere...

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