"Meine Konkurrenz - das Heroin"

22. November 2013 21:46

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"Meine Konkurrenz - das Heroin"

Wir treffen Michelle Halbheer an einem kalten Novemberabend. Die junge Frau leidet sichtlich unter dem schlechten Wetter. Zu lange wartete sie als Zehnjährige bei Regen und Schnee an der Seitenwand des Hauses. Hundertmal, stundenlang hielt sie Ausschau nach ihrer Mutter, bis diese von ihrer Suche nach Drogen endlich nach Hause kam. In solchen Nächten habe sie zu erfrieren geglaubt, erzählt die heute 28-jährige zierliche Frau. Seither verbindet sie mit dem Winter die damalige Erkenntnis, dass ihr Wohlergehen der süchtigen Mutter nichts bedeutete, dass die verhasste Konkurrenz – das Heroin – immer wichtiger sein werde.

Michelles Eltern lernten sich im Zürcher Rotlichtmilieu kennen. Mutter Sandrine war gelegentliche Drogenkonsumentin, trotzdem verliebte sich ihr Vater in sie. Ein Jahr später kam die Tochter zur Welt, das Paar heiratete und zog an die Peripherie von Zürich. Die Fotoalben von Michelles früher Kindhei...

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