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Kanton und Gemeinden greifen für Pizolbahnen tief in die Tasche

2. November 2017 13:59
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Kanton und Gemeinden greifen für Pizolbahnen tief in die Tasche

PIZOLBAHNEN ⋅ Den Pizolbahnen fehlen pro Jahr 850'000 Franken. Nun hat die Öffentliche Hand den Hilferuf vom Pizol erhört: Der Kanton St.Gallen und die Standortgemeinden unterstützen die darbenden Bergbahnen finanziell - unter strengen Bedingungen. 02. November 2017, 14:59 Warme Winter, ein starker Franken, fehlende Beschneiungsanlagen und hohe Kosten für die Doppelerschliessung des Skigebiets über Wangs und Bad Ragaz: Die Gründe für das strukturelle Defizit der Pizolbahnen AG sind vielfältig. Wie der Kanton St.Gallen in einem Gutachten festhält, fehlen den Bergbahnen pro Jahr 850'000 Franken. Ihnen hätte die baldige Zahlungsunfähigkeit gedroht. Doch nun naht Rettung von der Öffentlichen Hand. Nachhaltige Strategie gefordert Der Kanton St.Gallen unterstützt die Pizolbahnen während den nächsten drei Jahren mit maximal 900'000 Franken. Dies ist einer am Donnerstag publizierten Medienmitteilung zu entnehmen. Die Regierung sehe es als ihre Aufgabe an, den in der Vergangenheit fussenden Verpflichtungen nachzukommen. Gleichzeitig sei sie jedoch nicht gewillt, Unterstützungszahlungen über die erwähnten drei Jahre hinaus zu leisten. Als Auflage für die Zahlung nennt der Kanton, "dass die Pizolbahnen die strikten Bedingungen auf eine nachhaltigere Geschäftsstrategie erfüllen". Ausserdem müssten sich die betroffenen Gemeinden Bad Ragaz, Vilters-Wangs, Mels, Sargans, Wartau und Pfäfers ebenfalls mit "substanziellen Beiträgen" beteiligen. Laut Medienmitteilung haben sich diese Gemeinden bereit erklärt, nach einem festgelegten Schlüssel in den nächsten sechs Jahren zusammen jährlich 540'000 Franken an die Pizolbahnen zu sprechen. Die Beiträge müssen noch von den Bürgerschaften genehmigt werden. Seit 2012 geht es abwärts Die bestehende Strategie der Pizolbahnen fusst auf dem Konzept "Pizol2010" aus dem Jahr 2006. Mit der Erneuerung der beiden Zubringer von Vilters-Wangs und Bad Ragaz sowie neuer Lift- und Beschneiungsanlagen wollte das Skigebiet wettbewerbsfähiger werden. Für die Realisierung der Projekte sprach der Kanton St.Gallen Infrastrukturdarlehen aus dem Fonds der Neuen Regionalpolitik des Bundes. Auch die Gemeinden beteiligten sich finanziell mittels Darlehen. Bis 2012 schrieben die Pizolbahnen gute Zahlen. Mit der Eurokrise und den schneearmen Wintern haben sich die Bedingungen für Skigebiete in den vergangenen Jahren jedoch verschlechtert. Die Pizolbahnen hatten Probleme, einzelne Darlehen fristgerecht zurückzuzahlen. Im Juni 2016 hat der Kanton St.Gallen deshalb zwei Gutachten initiiert, die die Strategie und die Finanzlage des Bergbahnunternehmens überprüften. Daraus geht hervor, dass die Jahreserträge zu hoch budgetiert worden waren. (pd/jaw)

PIZOLBAHNEN ⋅ Den Pizolbahnen fehlen pro Jahr 850'000 Franken. Nun hat die Öffentliche Hand den Hilferuf vom Pizol erhört: Der Kanton St.Gallen und die Standortgemeinden unterstützen die darbenden Bergbahnen finanziell - unter strengen Bedingungen.

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