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Angeklagte bestreiten Giftmord in Malaysia

2. Oktober 2017 02:42
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Den beiden angeklagten Frauen aus Vietnam und Indonesien wird zur Last gelegt, Kim Jong Nam im Februar auf dem Flughafen von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur mit dem Nervengas VX getötet zu haben. Bei einer Verurteilung droht ihnen die Todesstrafe.

Die beiden 25 und 29 Jahre alten Frauen behaupten, von Fremden angeheuert worden zu sein und anfangs alles nur für einen Scherz gehalten zu haben. Von den mutmasslichen Hintermännern der Tat ist niemand in Haft.

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Kommentare - 1
Boris Kerzenmacher

2. Oktober 2017 09:41

Es wäre interessant zu erfahren, welche aktuellen innenpolitischen Ereignisse in Nordkorea dieses Attentat vorangetrieben haben. Kim Jong-nam war politisch nicht ambitioniert und seine schon länger zurückliegenden kritischen Äusserungen keine Gefahr für die Machthaber. Der nordkoreanische Geheimdienst hat ausserdem genug Erfahrung Personen unauffällig zu beseitigen. Der Plan Amateur-Schauspieler dazu einzusetzen, erweiterte nur den Kreis der Mitwisser und die Verwendung eines geächteten Nervengifts führt zwangsläufig auf die Spur einer militärischen Quelle. Offensichtlich sollte der Anschlag Aufsehen erregen, um anderen eine Warnung zu sein. Damit ist nicht die breite Öffentlichkeit in Nordkorea gemeint, sondern die Mitglieder der Oberschicht, die Zugang zu internationalen Medien besitzen.